Bild zu Architektur 1897

1897 gewann der Wiener Architekt Max Kropf
den 1. Preis für die Entwürfe der Landwehr-
Kavalleriekaserne II in Stockerau

Als Architekt der späthistoristischen Epoche stand Max Kropf ein großes Repertoire an Formulierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Mit Ausnahme des Korneuburger Rathauses, wo Kropf den gotisierenden Historismus bevorzugte, griff er bei öffentlichen Bauten wie der Landwehr-Kavalleriekaserne II auf Bauformen der Renaissance und des Barock zurück.

Das dreigeschoßige repräsentative Bauwerk in der Prachtstraße “Unter den Linden” weist einen Mittelrisalit mit Trophäen-Portal und seitliche pavillonartige Nebentrakte auf. Max Kropfs Intention war wohl dem Betrachter ein Gefühl von erhabener Sicherheit und Stabilität zu vermitteln. Das ist ihm, wie wir meinen, eindrucksvoll gelungen. Die Fassade ist heute denkmalgeschützt.

Max Kropf wurde 1858 in Bodenbach geboren, studierte am Prager Polytechnikum und ging anschließend nach Wien, um an der Akademie der bildenden Künste die Meisterschule Friedrich Schmidts zu besuchen.